Gartenplanung: Tulpenglück dank Fototrick



Ich liebe Tulpen. In der Vase - und noch viel mehr im Garten. Bereits im Herbst ist meine Vorfreude auf den Frühling mit seiner ganzen Blumenpracht gross und ich kann der riesigen Blumenzwiebelauswahl in den Gartencentern kaum widerstehen. Beladen mit Tüten voller Zwiebeln stromere ich dann durch den Garten, grabe an jeder freien Stelle ein paar Stück in die Erde und sehe in Gedanke schon ein wunderbar komponiertes Blumenmeer vor mir.


Im Frühling folgt dann aber die Ernüchterung. Die Tulpen, Hyazinthen und Narzissen spriessen zwar in grossen Mengen, nur leider nicht so, wie in meinen Träumen. An einigen Orten wachsen Dutzende Blumen fast auf der gleichen Stelle, was aussieht, als hätte jemand ein Blumenbouquet in die Erde gesteckt. An anderen Stellen herrscht dafür gähnende Leere. Ich habe es also prompt geschafft, die neuen Zwiebeln gleich neben oder manchmal sogar direkt über den alten Zwiebeln einzugraben. Eine solche Trefferquote würde ich mir beim Lottospielen wünschen ....


So jedenfalls war es zu Beginn meiner Gartenkarriere. Aber glücklicherweise ist der Mensch lernfähig. Nun mache ich jedes Jahr im Frühling Fotos von den Blumenbeeten. Diese Fotos sind dann im Hebst mein "Wegweiser" und zeigen, an welchen Stellen die neuen Zwiebeln den alten sicher nicht in die Quere kommen.


Die Diashow zeigt den Vergleich vom letzten Jahr zu diesem Jahr.

Für eine noch bessere Übersicht sammle ich die Gartenbilder in meinem digitalen Notizbuch (OneNote) und vermerke neben jedem Foto, welche Zwiebeln ich wo eingegraben habe. Ein Foto der Etikette liefert nützliche Zusatzinformationen zu Blütezeit und Höhe der Pflanze. Ein Beispiel für eine solche digitale Notizseite habe ich am Schluss dieses Blogartikels hinkopiert.


Im Frühling zeigt sich dann auch, welche Blumen gut gedeihen und welche nicht. So viel sei verraten: Dem Iranlauch gefällt es sehr. Jede Zwiebel ist aus dem Winterschlaf erwacht und ich freue mich auf die blühenden Blütenkugeln. Nun warte ich gespannt auf die Papagei-Tulpen. Zum Glück hat es noch ein paar kahle Stellen für weitere Blumenzwiebeln.






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