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Unordnung im Kopf? Fünf Wege, um mental load zu reduzieren


Ordnung schafft nicht nur Platz in Räumen, sondern auch im Kopf. Wer ständig unzählige Termine, Aufgaben und Ansprüche jonglieren muss und auch noch von Unordnung umgeben ist, bleibt innerlich in Alarmbereitschaft – selbst dann, wenn eigentlich Feierabend wäre. Fünf einfache Ideen für mehr Ordnung - und Ruhe - in den Gedanken.


Ein Geburtstagsgeschenk organisieren, einen Arzttermin abmachen, das Auto in die Werkstatt bringen. Auch wenn es sich – isoliert betrachtet – um einfache Dinge handelt, braucht es viel Koordination und Denkarbeit, damit alles reibungslos funktioniert und nichts vergessen geht.


Auch im beruflichen Umfeld steigt die mentale Belastung, so dass der Kopf irgendwann kaum mehr abschalten kann. Nicht in der Nacht, nicht am Wochenende, nicht mal in den Ferien. Die Folge ist mental load: die unsichtbare Last der ganzen Planungs- und Koordinationsarbeit, die es braucht, damit der (Familien)-Alltag reibungslos läuft.


Unordnung verstärkt mental load

Neben einem vollen Kopf haben viele Leute auch volle Räume. Auf dem Tisch stapeln sich Unterlagen, im Eingangsbereich ein Durcheinander aus Jacken, Schuhen und Taschen, Schubladen und Schränke sind vollgestopft. All das signalisiert: Hier gibt es etwas zu tun, hier sollte ich mal wieder aufräumen. Als Ordnungscoach sehe ich oft, wie die Umgebung – Zuhause oder am Arbeitsplatz - den mental load verstärken kann.


Mit den folgenden Tipps lässt sich die mentale Last besser bewältigen:


  • Weniger ist mehr: Jede Anschaffung – egal ob Hose, Hund oder Handarbeitskurs – verlangt Zeit, unsere Aufmerksamkeit und oft auch Platz. Weniger haben, weniger machen – das reduziert die Anzahl der «Bälle», die man im Alltag ständig jonglieren muss.


  • Must have, should have, nice to have: Nicht alle Aufgaben sind gleich wichtig. Was muss zwingend erledigt sein? Was kann warten? Und was hat keine Frist? Priorisieren hilft, den Fokus auf die wichtigen Aufgaben zu legen und so die eigenen Zeit- und Energieressourcen gezielter einzusetzen.


  • Gut ist besser als perfekt: Perfektionismus bringt uns dazu, Aufgaben wiederholt zu überarbeiten. Der Mehrwert ist allerdings oft gering. Ein Zeitlimit hilft, Aufgaben abzuschliessen.


  • Planen auf Papier: Bei vielen digitalen Planungstools verliert man ob der vielen Detaileinträge die Übersicht. Abhilfe schafft eine handschriftliche Wochenplanung. Wenn wir schreiben, statt tippen, ist unser Kopf fokussierter und aufnahmefähiger.


  • 5-Minuten-Regel: Aufgaben, die schnell erledigt sind, packt man am besten gleich an. So muss man nicht mehr drandenken – und hat einen «Ball» weniger in der Luft.



Übrigens: Wenn ich unzählige Dinge gleichzeitig im Kopf habe und das Gedankenkarussell endlos dreht, dann kommt meine «externe Festplatte» zum Einsatz. Damit meine ich nicht etwa ein technisches Gerät, sondern ein Blatt Papier, auf das ich alle Gedanken notiere. So ist mein Kopf wieder entlastet und nichts geht vergessen.


 
 
 

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