Warum gestrandete Do-it-yourself-Projekte für Frust sorgen
- Fabienne Frei

- vor 3 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Ob Lismete oder Bastelarbeit: Unvollendete Projekte sorgen für Druck und Frust. In diesem Blog-Beitrag gibt es 3 Tipps gegen Projektfrust.
Vor kurzem habe ich ein neues Hobby entdeckt: stricken. Ich habe früher schon immer gerne gestrickt, was vielleicht in meinen Genen liegt, denn meine Grossmutter war eine begnadete und sehr versierte "Lismerin".
Als erstes Strickprojekt habe ich mir einen simplen Pullover vorgenommen. Doch schon die Anleitung war ein Buch mit sieben Siegeln. Lauter unverständliche Abkürzungen und meine Lust, mich mit Youtube-Videos auf "Strickniveau" zu bringen, war gleich Null. Fast hätte ich mein Projekt schon vor dem Start beerdigt, wenn ich nicht rein zufällig gleich bei mir um die Ecke einen Strickkurs gefunden hätte. Das war meine Rettung! Wie Sie auf dem Foto oben sehen, kam mein erstes Strickprojekt dank kompetenter Unterstützung von Sonja und Denise von zäme nädele doch noch zu einem erfolgreichen Abschluss. Es wurde zwar kein Pullover, sondern eine Jacke. Der Pulli ist nun mein zweites Projekt.
Zuerst Elan, dann Stillstand
Bei vielen meiner Ordnungscoaching-Kundinnen und -Kunden begegne ich "Projekt-Leichen": Projekte, die es nie über die Ziellinie geschafft haben. Zum Beispiel:
Sauerteig ansetzen,
ein Sweatshirt nähen,
ein altes Möbel ablaugen,
kaputte Jeans zu einer Tasche upcyceln,
Sprossen züchten,
einen Hasenstall bauen,
Handlettering lernen
Voll motiviert haben sie Stifte, Stoffe und Werkzeug für das Projekt gekauft. Für viele Do-it-yourself-Ideen gibt es sogar fixfertige Sets, so dass man sich dem fertigen Projekt schon ganz nahe wähnt. Da sitzt man dann mit Material, Anleitung und Motivation - aber schon kurz nach dem Start verabschiedet sich der anfängliche Elan. Das Resultat? Das Projekt wartet nun schon Wochen, Monate oder eine halbe Ewigkeit auf seine Vollendung.
Warum viele Projekte irgendwann stecken bleiben
Weil es für die Umsetzung nicht nur das passende Material und eine Anleitung braucht - sondern vor allem: Zeit. Und ausgerechnet diese wichtige "Zutat" ist in keinem Set enthalten und kann auch nicht dazugekauft werden.
Für meine Strickjacke habe ich eine Zeitrechnung gemacht: Ich habe fast jeden Tag rund eine Stunde daran gearbeitet und das über drei Monate. So habe ich insgesamt 80 Stunden gestrickt, inkl. Kursbesuch. Zeit, die man im Alltag, der oft bereits durchgetaktet ist, zuerst finden muss - oder oft auch gar nicht hat. Und an der fehlenden Zeit scheitern viele Projekte.
Sie verstauben dann in einem Schrank oder man schiebt die Tasche mit den Wollknäueln vom Sofa zum Sessel und wieder zurück. Und mit jedem Blick auf das angefangene Projekt verschlechtert sich die Laune - denn:
Unvollendete Hand- oder Bastelarbeiten erinnern einem immer wieder daran, was man noch tun wollte - aber was man einfach nicht schafft. Und das sorgt für Druck und Frust.
Was hilft? Sortieren Sie Projekte, die schon ewig in der Warteschlaufe sind, aus. Damit nehmen Sie sich Druck weg und Sie schaffen Platz und Zeit.
3 Tipps, damit Do-it-yourself-Projekte zum Abschluss kommen

Holen Sie sich das Rüstzeug für Ihr Projekt in einem Kurs oder Workshop. So lernen Sie neues viel einfacher und von Profis. Das erleichtert den Einstieg und hilft beim Dranbleiben.

Bevor Sie alles Material für ein neues Projekt kaufen, überlegen Sie sich, ob Sie genug Zeit für die Umsetzung haben.

Reservieren Sie in Ihrer Agenda Zeitfenster, in denen Sie an Ihrem Projekt arbeiten und halten Sie diese Termine auch ein.
Ich drücke Ihnen die Daumen für Ihr nächstes Selbermach-Projekt!
Möchten Sie gerne mit jemandem an der Seite in Ihr Ordnungsprojekt starten? Dann melden Sie sich für ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch. Ich freue mich auf Sie!





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